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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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42 In vieſer Abſicht beurlaubte er ſich mit Bewilli⸗ gung der Gemeindevorſteher auf einige Tage von ſeiner Dienſtpflicht, ſetzte noch am naͤmlichen Tage ſeinen Wanderſtab uͤber die Graͤnze und verfolgte bei Tag und bei Nacht den Weg, den die mehr beruͤhrte Zigennerbande genommen ha⸗ ben ſollte. Aber aller Muͤhe, alles Fragens und Forſchens ohngeachtet, wars ihm doch nicht moͤg⸗ lich, einige Nachricht von ſeiner geraubten Pfle⸗ getochter zu erlangen, oder den Raͤubern nur einigermaſſen auf die Spur zu kommen. Er hatte mehrere Meilen in der Runde um⸗ her zuruͤckgelegt, Thaͤler und Waͤlder durchſtri⸗

chen, aber umſonſt; nirgends wollte man von

einer Zigeunerbande etwas gehoͤrt oder geſehen haben. Je weiter er vorwaͤrts gieng, deſto mehr ſchwand die Hoffnung, ſein geliebtes Baͤrbchen wieder zu ſinden, und er mußte traurig und muthlos wieder heim kehren, denn die Zeit ſeiner Beurlaubung gieng zu Ende.

Indeß hatte Mutter Eochen daheim weden Ruhe noch Raſt.„Wie wirds dir ergehen, wenn Martin ſein Baͤrbchen nicht wieder findet 2⸗— So dachte ſie oft und bereuete es mit jedem Au⸗ genblicke, ihren Mann ſo hintergangen und das arme, unſchuldige Maͤdchen auf eine ſo ſchaͤnda liche Weiſe von ſich geſtoſſen zu haben. Sie wagte

es kaum, die Augen aufzuſchlagen, als W xtin

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