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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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rem Manne, ſtellte ſich auch, als ſie nach Hau⸗ ſe kamen und Baͤrbchen nirgends fanden„ außer⸗ ordentlich betruͤbt und lief ſelbſt im Dorfe her⸗ um, ſie zu ſuchen.

Martin war außer ſich und uͤber den Verluſt ſeines Baͤrbchens faſt untroͤſtlich. Er bemerkte nicht gleich die Verſtenung ſeiner Frau im erſten Anfalle des Schreckens und der Verwunderung über Baͤrbchens Abhandenkommen; aber die Nacht wurde an ihr zur Verraͤtherin.

Gewoͤhnlich ſaß ſie und ſchlief, wenn Mar⸗ ein des Abends in einem Buche laß, oder mit Baͤrbchen koste. Dieß war nun heute der Fall gerade umgekehrt. Martin laß nicht und Eochen konnte nicht ſchlafen. Baͤrbchens Abweſenheit war an allem Schuld. Immer hoffte der gute Martin, mit jedem Augenblicke muͤßte ſie kommen, war fuͤr ſie beſorgt und blieb um ihrentwillen die ganze Nacht hindurch wach und munter. Es fieng

ſchon wieder an zu tagen, Martin ſaß noch und Baͤrbchen kam nicht. Nun wurde ihm baß bange und Mutter Evchen faſt ſchwer, ſich in ihrer⸗ Verſtellung zu halten. Sie fieng an auf ihren Mann unwillig zu werden, ſchimpfte auf Bärh⸗ chen und nannte ſie ein verlaufenes, luderliches Ding, das nicht verdiene 2 daß man ſich um ſie ſo haume und graͤme. Weeſe ſichtbare Veraͤnderung ihres Beneh⸗ 3 mens

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