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melte Blumen und Kraͤuter in ihren Schoos. „Vater! wie heißt dieſe Blume!— Was wird daraus gemacht?— Wozu iſt ſie gut?— So fragte Baͤrbchen oft, und Martin befriedigte ihre Wißbegierde nicht bloß durch Nennung ihres Na⸗ mens und Geſchlechts, ſondern durch mehr oder weniger weitlaͤufige Auseinanderſetzung ihrer Nutzbarkeit oder Schaͤdlichkeit und zweckmaͤßige Behandlung; und ſo erlangte Baͤrbchen im ſechs⸗ ten Jahre ſchon eine ihr Alter faſt uͤberſteigende Kenntniß der Natur und ihrer Produkte.
Des Abends hoͤrte ſie ihm aufmerkſam zu, wenn er erzaͤhlte oder mit ihr uͤber dasjenige
3 ſprach, was ſie am Tage in der Schule gehoͤrk, geſehen und gelernt hatte, und ſie ſchlief keinmal
ein, vhne ſeine guten Lehren und Ermahnungen zur ſanften Ruhe aufs kaͤrgliche Strohlager mit⸗
genommen zu haben.
Wweniger angenehm, weniger unterhaltend und daher weniger befriedigend war ihr Mutter Eochens Geſellſchaft, die, ſo lange ſie ihr unter den Augen war, unaufeoͤrlich kif und zankte, es oft ſie fuͤhlen ließ, daß ſie arm war und mit dem entehrenden Ausdrucke: Hurenbalg— beim Aufſtehen bewillkommte und beim Schlafengehen verabſchiedete.
So geduldig auch dieß alles Baͤrbchen litt
und vermöge des unreifen Verſtandes ihrer Kind⸗
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