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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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r⸗ jedoch ſah ſie ſich genoͤthiget, zu ſchweigen, und d. dachte in ihrer rohen Einfalt, irgend einmal Ge⸗ en legenheit zu finden, ſich dieſes unangenehmen Gaze wieder zu entledigen. 45 Es vergiengen Tage, Wochen, Monatez e⸗ niemand fragte und niemand bekummerte ſich wei⸗ ſie ter um die kleine Pflegetochter des ehrlichen Mar⸗ h⸗ tins. Sie wurde als eine arme verlaſſene Waiſe h⸗ betrachtet, die, wenn ſie groß werden wuͤrde, 1s iyren unterhalt dereinſt durch Dienen zu erwer⸗ je ben genoͤthiget ſein muͤßte. 8 ſt Je mehr der rechtſchaffene Martin die kleine Barbe, die ſich außerordentlich bei ihm zuzuthun je wußte, lieb gewann, deſto weniger konnte Mut⸗ n ter Eochen ſie leiden. Sie wan iß ein Stachelim n* Auge, ſo gut es auch die kleine meinte und fruͤh⸗ 2 zeitig ſich an die Beſchwerlichkeiten des armſeli⸗ ſt gen Hirtenlebens gewoͤhnte; ſie mißgoͤnnte ihr oft den Biſſen Brod, ließ ſie zu halben und ganzen n Tagen Hunger leiden und mißhandelte ſie zuwei⸗ f⸗ len auf eine unbarmherzige Weiſe⸗ f⸗ Anders und weit beſſer meinte es dagegen , Martin. Wenn er des Abends nach Hauſe kam, n nahm er ſeine kleine Pflegetochter auf den Schoos 8 und hatte ſeine Freude an dem ſchuldloſen Ge 8 3 ſchopfchen, das er wie ſein eigen Kind liebte. Er 5t war in der That nicht boͤſe darum, daß weite 3 niemand nach dem Kind agtt, und 8 2

Hirtenm.