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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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nuf dem Raſen vor ihnen todtliegende Weihsper⸗ ſon, die man fuͤr die Mutter des kleinen Maͤd⸗ chens hielt, das weiter keine Auskunft zu geben vermochte, als daß es Baͤrbchen hieß.

„Das kann au h all nichts helfen,“ hub Martin wieder an—„die Todte liegt auf Ge⸗ meindegrund und Boden, und begraben muß ſie doch werden. Das Maͤdchen will ich zu mir neh⸗ men. Vielleicht, daß uͤber kurz oder lang Nach⸗ frage geſchieht, denn wohl moͤglich, daß das Kind noch einen Vater hat; und iſt das nicht, je nun! ſo kann ichs Maͤdel mit der Zeit ſelbſt brauchen.“

Man billigte den Vorſchlag um ſo mehr, je angemeſſener man es der Verfaſſung des Hirten fand, ſich eines in der Irre umher laufenden Bettelkindes anzunehmen, das nach der einſtim⸗ migen Meinung hoͤchſtens nur zum Hirtendienſt deſtimmt ſein konnte.

Ohne Stolz auf ſein gutes Herz und die eben degonnene Handlung, aber mit inniger Selbſt⸗ zufriedenheit, wanderte Martin mit ſeiner auf⸗ genommenen Tochter geraden Weges nach Hanſe, hofte beim Eintritt in ſeine kleine Wohnung von

nner getreuen Chehaͤlfte Lobſpruͤche wegen ſeines menſchenfreundlichen Verhaltens einzuaͤrndten;

d gefehlt. Mutker Eochen fand ſich eben nicht