mandeln— oder mit Lebensgefahr uͤber Moos
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verſpricht; rauhe, ſchroffe Felſen, die oft ſo dicht beiſammen ſtehen, daß kaum das Tages licht zwiſchen durchzufallen vermag und die kalte ſchaur⸗ liche Tiefe durch die heruͤber haͤngenden Stein⸗ maſſen, die ſich gleichſam die Hand zum Zwei⸗ kampf zu bieten ſcheinen und den Durchgehenden zu vernichten drohen, noch duͤſterer und gefahr⸗ voller wird. Dieß der Weg, auf dem man all⸗ maͤhlig ſich einem Waldwaſſer naͤhert, das mit fuͤrchterlichem Rauſchen ſich zwiſchen den unerbitt⸗ lichen Steinmaſſen hinabſtuͤrzt und in einem klei⸗ nen Bache verliert, an welchem, da, wo ſich das Thal einigermaßen zu erweitern beginnt, ei. neztleine Muhle liegt, von der man auf einem ſchmalen ſandigen Bergpfade mit unbeſchreible⸗ cher Muͤhe zu einer halbeingefallenen Kapelle hin⸗ auftlimmt, in welcher die von der menſchlichen Geſellſchaft in dieſes ſchauerliche Thal gleichſam verbannten Bewohner der theils auf den Gebuͤr⸗ gen, theils im ſchwarzen Tannenwalde zerſtreut umher liegenden Huͤtten, ihren Gottesdienſt zu halten pfiegen.
In einer dieſer Wohnungen follen wir Julien finden?— Sie, ohne die mindeſte Begleitung, nur in Geſellſchaft ibres Kummers und ihrer Lei⸗ den, in den duͤſtern furchtbaren Waldungen mit ſchuͤchternem, menſchenfliehendem Blicke umher⸗
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