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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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melden und an ſeiner Forderung an Julzen fuͤr ſeinen Sohn abzuſtehen. Veranlaſſung zu geben; Ferdinanden aber mit duͤrren Worten zu notifizi⸗ ren, daß er ihm das Praͤvenire geſpielt habe; doch tiefe Ehrfurcht fuͤr ſeinen großmuthigen Verwandten und heiße, innige Liebe zu Julten hielt ihn von der Ausfuͤhrung dieſes ungluͤcklichen Unternehmens zuruͤck. Nach einigen Tagen erſt zeigten ſich die Fol⸗ gen dieſer heftigen Alteration. Er fiel in eine ſchwere Krankheit, die mehrere Wochen anhielt und fuͤr ſein Leben fuͤrchten ließ. Waͤhrend ei⸗ nem gluͤcklichen Intervall, in welchem er ſeiner Sinnen maͤchtig war denn oft ſchweifte ſein Geiſt außerhalb den Schranken ſeines Bewußt⸗ ſeins umher ſchrieb er mit eigener Hand an den Grafen Ehrenſtein und meldete ihm ſeinen Zuſtand, bat um Verzeihung und nahm in den. ruͤhrendſten Ausdruͤcken Abſchied von ihm und ſeis 4 ner achtungswerthen Familie denn er ahnete ſeinen Tod. Doch die Hand der waltenden Vor⸗ ſicht fand es noch nicht fuͤr rathſam, über ihn zu gebieten. Es war nur Pruͤfung und das Stun⸗ denglas ſeines Lebens noch nicht ausgelaufen. Da es mehr Krankheit der Seele als dec Koͤrpers war, ſo hieng ſeine Wiedergeneſung blo von dem Siege ab, den die Vernunft uͤber da Herz zu erkaͤmpfen hatte. Die klugen Vorſteln Hirtenm. B