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immer daſſelbe. Endlich ergrif er die Feder und ſtund auf dem Punkt, eine Gegenantwort nieder⸗ zuſchreiben; aber der Kiel entſank ſeinen Haͤnden und er war nicht vermoͤgend, einen Gedanken zu faſſen. Er fuͤhlte ſein Unrecht und konnte es dem Grafen nicht verargen, ihm dieſen Brief ge⸗ ſchrieben zu haben, Er fuͤhlte aber auch auf ber andern Seite eben ſo ſehr ſeine Verdienſte und wog ſie gegen die des ausgearteten Miniſterſohns, dem er nachzuſtehen, durch ein ſchimaͤriſches Verſprechen ſich verurtheilt ſah und fand ſich ge⸗ genſeitig beleidigt..
Der Brief ſchien ihm mit eben ſo viel Stolz als Großmuth abgefaßt zu ſeyn und er ſchwank⸗ te von einer Meinung zur andern, Nur die lez⸗ ten Worte deſſelben, die ihm in der That ziemlich dunkel waren, hielten ſeinen Geiſt in Schranken und veranlaßten ihn zum ernſtlicheren Nachdenken.
Faſt haͤtte er vergeſſen, das er die Kour hat⸗ te. Die Gloke erinnerte ihn an die Dienſtpflicht und weil es zu ſpaͤt war, ſich entſchuldigen zu laſ. ſen, eilte er auf Parade.
Anſtatt nach aufgehobener Parade an der Eh⸗ renſteiniſchen Tafel zu erſcheinen, gieng er miſt⸗ muthig in ſeine Wohnung zuruͤk, ſchloß ſich zwi⸗ ſchen ſeine vier Waͤnde ein und uͤberlegte, was er
thun wollte. Schon gerieth er auf den tollkuͤhnen Gedanken, dem Miniſter ſelbſt den Vorfall zu
melden


