Druckschrift 
Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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13 Ihr habt einen dummen Streich gemache⸗ ſagte er, als Julie und ihr Mitſchuldiger ſein vaͤterliches Knie umfaßt hielten und mit Thraͤnen ihn baten, von ſeiner grauſamen Welgerung ab⸗ zuſtehen. So gern ich auch euren Bitten Gehoͤr geben moͤchte, fuhr er ſortſo ſind mir doch die Haͤnde gebunden. Ich kann nicht! Von Juliens Verbindung mit dem Sohne des erſten Miniſters haͤngt Wohl und Weh meiner Familie ab. Ich bin dem Grafen von Opfermann unendlich viel ſchuldig; ſeine Freundſchaft heiſcht dieſe Aufopfe⸗ rung und ſie allein kann mich und ihn quitt machen.⸗⸗

So mußten ſie unverrichteter Sache wieder ihren Abſchied nehmen. Jedoch fütlten ſie ſich beim Hinweggehen noch immer von ſchmeicheln⸗ den Hofnungen belebt z. denn er hatte ihnen ja nicht ausdruͤklich geboten, ihren Umgang abzu⸗ brechen. Aber der naͤchſte Morgen ſprach ihnen ihr Endurtheil.

Julie kann nicht in der Reſidenz bleiben ſagte er beim Fruͤhſtuͤk zu ſeiner Gemahlin, die eben im Begriffe war, ihn von neuem mit ihren Bitten zu beſtuͤrmen es wird das Beſte ſeyn, wenn ſie den Sommer auf dem Lande zubringt und dort ihre Niederkunft abwartet. Bei dem Grafen will ich es auf mich nehmen, ſie mit einer Unpaͤßlichkeit zu entſchuldigen, die ihr den Ge⸗ 8