vertrauten Umg
„un
12 —ᷓ́ᷓ́ᷓ́—
überlaſſen; aber ſein gegebenes Wort konnte er nicht brechen, ohne ſich den Guͤnſtling des Fuͤrſten zum Feinde zu machen. Er erblikte ſich in einer unaungenehmen Verlegenheit, die er wohl haͤtte ver⸗ meiden konnen, wenn er vorſichtiger geweſen waͤre. Er war in der That weniger deshalb entruͤ⸗ ſtet, als er zu ſeyn ſchien und nannte ſich im Stil⸗ len ſelbſt die Urſache dieſes fatalen Streichs; aber er konnte nicht umhin, ſeiner Gemahlin die Ver⸗ haͤltniſſe zu erofnen, die ihm die Zuſage ihrer Bit⸗ te unmoͤglich machten. Die Graͤfin erſchrak und wendete vergebens ihre ganze Beredſamkeit an, die Einwilligung ihres Gemahls zur Verbindung
ihrer Tochter mit dem von Iſenburg zu erbetteln.
Dieſe hartnaͤkige Weigerung hatten die Lie⸗
benden nicht geahnet. Sein gZorn war ihnen
ungewoͤhnlich und kaum konnten ſie ſich entſchlieſ⸗
ſen, ihm einen Fußfall zu thun, denn ſie hatten
— Urſache ihn zu fuͤrchten. Die Augenblike ſeines Zorns waren ſchreklich.
Aber der Graf hatte der Sache bei kaͤlterm Blute nachgedacht und die Fehlenden um ſo we⸗ niger ſchuldig gefunden, je mehr er ſelbſt ihren ang unterſtuͤzt hatte und von der ausſchweifenden Lebensart des ſeiner Tochter zum Gemahl beſtimmten Grafen von Opfermann durch
ſichere Nachrichten uͤberzeugt war, auch aus die⸗ ſem Grunde recht herzlich wuͤnſchte, ſeines Ver⸗
pp s entledigt zu ſeyn.
——
. ———


