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Wunder, wenn beide in die Schlingen fielen, die 3
ihnen die Liebe gelegt hatte, und ſie, vom Feuer derſelben uͤberwaͤltigt, die ſchoͤnſte ihrer Schaͤfer⸗ ſtunden feierten.
Julie fieng an zu kraͤnkeln. Es aͤuſerten ſich Merk⸗
male, die die muͤtterliche Aufmerkſamkeit der Graͤ⸗ fin rege machten und ſie veranlaßten, die Leidende einem ſcharfen Examen zu unterwerfen, wobei ſie jedoch mit moͤglichſter Schonung zu Werke gieng. Was ſie ahneten, fand ſie leider! durch das aufrich⸗ tige Geſtaͤndniß ihrer Tochter beſtaͤtiget. Sie rath⸗ ſchlagte, was ſie thun wollte und fand es der Klug⸗ heit am angemeſſenſten, um die Ehre ihrer Toch⸗ ter zu retten, den Vorfall ihrem Gemahl unum⸗ wunden mitzutheilen; denn ſie ſtand in der Mei⸗ nung, daß dieſer bei ſo bewandten Umſtaͤnden nicht abgeneigt ſeyn koͤnnte, ſeine Einwilligung zu Ju⸗ liens Verbindung mit dem von Iſenburg zu geben, ohne zu ahnen, daß der Graf bereits ſeine Toch⸗ ter an einen andern verſprochen hatte.
Dieſe Nachricht war ein Donnerſchlag fuͤr das Vaterherz des Grafen von Ehrenſtein. Lieber haͤtte er ſonſt etwas hoͤren moͤgen, als daß Kurt von Iſenburg Julien um Tugende und Chre ge⸗
bracht hatte. Es wollt' ihm nicht zu Sinne und
eer wußte nicht, ob er die Schuld mehr auf ſich,
oder der Gefallenen auf den Hals ſchiehen ſollte⸗
Gern haͤtte er den Bitten ſeiner Gemahlin
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nachgegeben und Julien dem Raͤuber ihrer Iugend
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