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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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dankbaren ehrfurchtsvollen Gefuͤhle gegen ſeinen Freund und Wohlthaͤter, den Grafen und ſeine

achtungswerthe Gemahlin, Plaz gemacht. und

doch ſezte er dieſe nicht aus den Augen und blieb ſeinen Grundſaͤzen treu⸗

Der Graf ſchaͤzte ihn um ſeiner Verdienſte willen und liebte ihn, wie ſeinen Sohn, er hatte ihn gern um ſich und fand in ihm einen angeneh⸗ men Geſellſchafter fuͤr ſich und ſeine Familie, ohne daran zu denken, daß dieſer liebenswuͤrdige Juͤng⸗ ling eben ſo leicht der Feind ſeiner haͤußlichen Ruhe werden, als in ſeiner Familie das Grab jugendlicher Unbefangenheit finden koͤnnte⸗

Er gab ihm ſelbſt dazu Gelegenheit. Der Vater konnte ſo wenig, als die Tochter, ohne die⸗ ſen Haußfreund leben und dieſer konnte keinen Tag verleben, ohne die Stunden, die ihn von der Dienſtpflicht dispenſirten, der Ehrenſteiniſchen Familie geopfert zu haben.

Taͤglicher Umgang machte ſie einander unent⸗ behrlich. Wenn die Stunde ſchlug, in der er der Ehrenſteiniſchen Familie ſeine Hochachtung bezeu⸗ gen ſollte, ſo wurde ihm der Weg von ſeiner Weh⸗ nung bis zu der ſeiner angebeteten Freundin nner⸗ traͤglich lang;z und wenn er um einige Minuten zu ſpät kam, ſo uͤberftel Julien eine Bangigkeit, die ſie ſich nicht erklaͤren konnte und die ſie⸗ Puſt gefuͤhlt zu haben ſich nicht erinnerte.

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