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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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an die er Anfangs gar nicht gedacht hatte und die I ihn eben ſo gluͤklich als bald nachher ungluͤklich machte, ihm auch mit der Zeit allenthalben Neid und Mißgunſt erwekte. Eine regelmaͤßig ſchoͤne Bildung, ſeinen Jah⸗ ren wie ſeinem Stande angemeſſen, empfohl ihn eben ſo ſehr, als ſeine Verdienſte, die ihm ſogar unter ſeinen Vorgeſezten, Achtung und Bewunde⸗ rung erwarben. Mit dieſen geiſtigen und koͤrper⸗ lichen Vorzuͤgen verband er auch einen moraliſch guten Charakter, um deswillen der Graf ihn beſonders wohl leiden mochte und oft mit ausge⸗ zeichnetem Beifall beguͤnſtigte.

Mancher andere weniger verdienſtvolle Juͤng⸗ ling wuͤrde es vielleicht auf ſeinem Plaze kuͤhn ge⸗ wagt haben, ſich mit der Gunſt ſeines vornehmen

Verwandten zu ruͤhmen und uͤber ſeine Nebenbuh⸗ ler ſtolz hinwegzubliken; aber dieß that Kurt von Iſenburg nicht. Des Abſtandes zwiſchen dem Grafen und ihm in Anſehungs ſeines Ranges und Vermoͤgens bewußt, unterfieng er ſich nicht, ſein

Auge zur Tochter einer Familie zu erheben, fuͤr ddie er nur Ehrfurcht und Achtung zu fuͤhlen waͤhn⸗ te. Doch ſein Herz uͤberzeugte ihn bald eines andern. 3 ebe war es, die ihn ſo angenehm getaͤuſcht Fhren heiſſen Empfindungen, die ſich all⸗ ier Seele bemaͤchtigten, hatten die

darbietender Gelegenheit eine Eroberung machte,