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Juliens beſtimmter Gemahl ſeyn köunte. Wie lange haͤtte ſie noch warten ſollen?— Jedermann
wußte, daß er ſeine akademiſche Laufbahn kaum bis zur Haͤlfte vollendet hatte und nach deren Ab⸗ lauf noch zwei Jahre auf Reiſen zu gehen beſtimmt war.— Wie haͤtte ſie ihn lieben konnen 2— Dieß war die Meinung vieler, die ihn genauer kannten und aus authentiſchen Nachrichten die ſicherſten Beweiſe ſeiner ausſchweifenden Lebens⸗ art hatten. Fechtboden und Reitbahn, Aſſamble⸗ en, Konzerte, Schauſpiele und Kaffeehaͤuſer'waren die Schulen, in denen er ſein Herz und ſeinen Geiſt bildete.— Ob er den Wuͤnſchen ſeines Va⸗ ters Genuͤge that und ſeine Beſtimmung erreichte? liegt auſſer dem Plane unſeres Beginnens; wir folgen dem Schikſale der liebenswuͤrdigen Julie und naͤhern uns allmaͤhlig dem vorgeſtekten Zlele.
Unter den, mehr oder weniger wuͤrdigen, An⸗ betern der allgemein vergoͤtterten Tochter des Gra⸗ fen von Ehrenſtein war auch Kurt von Iſenburg. Er gehoͤrte unter die Klaſſe der edleren Juͤnglinge, die um Juliens Gunſt und Liebe warben. Mit dem Grafen, ihrem Vater, durch die Bande der Blutsfreundſchaft verwandt, hatte er, ſeit ſeiner
Anſtellung beim Regiment als Lieutenant, Zuͤtritt
im Ehrenſteiniſchen Hauße und wöchentlich ein⸗ auch mehrmals das Gluͤk, zur graͤflichen Tafel ge⸗ zogen 8 werden. Kein Wunder⸗ nenn der neun⸗


