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Der rothe Seeräuber : eine Erzählung / von John Fenimoore Cooper. Für die reifere Jugend frei bearb. von Franz Hoffmann
Entstehung
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Er denkt vielleicht, Sir, des Pfeiles Spieren ſeien nicht alle in Ordnung, entgegnete der hitzige alte Seeoffizier,und hofft, wenn er ſeinem leichtfüßigen Schiffe alle Segel beiſetzt, zu ent⸗ wiſchen?.

Wilder deutete auf die beinahe nackten Spieren, und den regungsloſen Rumpf des andern Schiffes, und ſagte:

Sieht das aus wie Flucht? Alles, was ich von ihm erhalten konnte, war das Verſprechen, nicht der angreifende Theil zu ſein.

Bei dem heiligen Georg! Er iſt ein großmüthiger Junge, und verdient für ſeine Mäßigung geprieſen zu werden! Er will ſein wüſtes Räubergeſindel nicht unter die Kanonen eines brittiſchen Kriegsſchiffes führen, weil er der Flagge ſeines Herrn Ehrfurcht ſchuldig iſt. Beordern Sie die Mannſchaft an das Geſchütz und halſen Sie das Schiff, um dieſen Poſſen ein Ende zu machen, ſonſt ſchickt er uns noch ein Boot auf den Hals, um unſere Papiere zu unterſuchen.

Kapitän Bignall, ſagte Wilder und führte ſeinen Komman⸗ danten an eine Stelle, wo er von den Subalternen nicht gehört werden konnte,wenn ich durch Dienſte, die ich Ihren Befehlen gehorſam und vor Ihren Augen ausführte, mir einigen Vorzug erworben; wenn mein bisheriges Verhalten mir ein Recht gibt, gegen einen Mann von Ihrer reifen Erfahrung einen Rath auszuſprechen, ſo erlauben Sie mir, einen kurzen Verzug vorzuſchlagen.

Verzug! Kann Henry Arche von Verzug ſprechen, wenn die Feinde ſeines Königs, mehr noch, die Feinde der menſchlichen Geſellſchaft ihn zu ſeiner Pflicht rufen?

Sir, Sie mißverſtehen mich. Ich zaudere, nicht um den Kampf zu vermeiden, ſondern um das Letzte zu thun, was geſchehen muß, damit die Flagge, unter der wir ſegeln, frei von allem Makel ſei. Unſer Feind, mein Feind, weiß, daß er nun für ſeine mir bewieſene Großmuth nichts mehr zu erwarten hat, als ein menſchliches Betragen, wenn er in unſere Hände fallen ſollte. Aber ich verlange einen kleinen Verzug, um den Pfeil zu einem Treffen gehörig vorzubereiten, in welchem ſeine ganze gerühmte Macht verſucht werden wird, und um uns einen Sieg zu ſichern, der nicht ohne einen hohen Preis erkämpft werden kann.