Druckschrift 
Der rothe Seeräuber : eine Erzählung / von John Fenimoore Cooper. Für die reifere Jugend frei bearb. von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſelbſt einſehen, wie in Ihrer gegenwärtigen Laufbahn weder der Ruhm, nach dem Sie ſtreben, noch die Zufriedenheit, das letzte Ziel, wornach wir Alle ringen, zu erreichen iſt.

Ich hätte nicht geglaubt, in der Perſon des Mr. Harry Wilder einen ſo ſtrengen Gewiſſensrath an Bord zu haben. Haben Sie noch mehr zu bemerken, Sir?

Nichts mehr, entgegnete der getäuſchte und unmuthige Bot⸗ ſchafter des Pfeiles.Doch da ich als eines Andern Geſandter gekommen bin, Kapitän Heidegger, ſo erbitte ich mir auf die Ihnen überbrachten Vorſchläge eine beſtimmte Antwort.

Der Freibeuter ergriff ihn beim Arme, und führte ihn auf eine Stelle, von wo ſie die ganze Scene auf dem Decke überblicken konnten. Dann deutete er aufwärts auf ſeine Spieren, machte ſeinen Begleiter auf die geringe Zahl der beigeſetzten Segel aufmerk⸗ ſam, und ſagte:

Sir, Sie ſind ein Seemann und können hieraus meine Ab⸗ ſichten zur Genüge erkennen. Ich werde ihren gerühmten Kreuzer des Königs Georg weder ſuchen noch vermeiden!

Sechszehntes Kapitel.

Sie bringen mir die freudige Unterwerfung des Seeräubers unter meine Bedingungen! rief der Kommandeur des Pfeiles im höchſten Eifer ſeinem Botſchafter zu, als dieſer ſein Deck wieder betrat.

Ich bringe nichts als Trotz! lautete die unerwartete Ant⸗ wort.

Sie haben doch meine Ausrüſtungsliſte vorgewieſen? Ge⸗ wiß, Mr. Arche, ein ſolches Dokument ward nicht vergeſſen!

Nichts ward von meiner Seite vergeſſen, Kapitän Bignall, nichts von Allem, was das wärmſte Intereſſe für ſein Wohl mir eingeben konnte. Dennoch beharrt der Befehlshaber jenes Fahr⸗ zeugs darauf, Ihr Anerbieten auszuſchlagen.