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einem Aeußern und Anzug, der nicht wenig dazu geeignet war, die Neugier zu erregen. Seine Geſtalt war klein, ſchien aber große Behendigkeit entwickeln zu können. Seine Haut war blendend, wie die eines Weibes geweſen, obgleich ein tiefes Roth, das die untern Züge ſeines Geſichts eingenommen, und welches beſonders an den Außenlinien ſeiner ſchönen Adlernaſe zu bemerken war, allen Schein von Weiblichkeit wieder vernichtete. Sein Haar war ſchön, und fiel in reichen, glänzenden Locken um ſeine Schläfe. Mund und Kinn waren fein gebildet. Das Auge blau, und obwohl gewöhn⸗ lich ruhig und ſelbſt ſanft, mochte es wohl Augenblicke geben, wo es etwas unbeſtändig und wild erſchien. Er trug einen hohen, kegel⸗ förmigen Hut, einen hellgrünen Reitrock, Hoſen von Hirſchleder,
hohe Stiefeln und Sporen. In einer Hand hatte er eine kleine
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Peitſche, womit er mit der größten Gleichgültigkeit in der Luft
herumfuchtelte. 8— 1
„ Ich ſage, Herr, Ihr ſcheint Euch auf dieſe Dinge zu ver⸗
ſtehen,“ wiederholte er.„Ihr ſprecht, wie Einer, der fühlt, daß
er ein Recht hat, ſeine Meinung zu ſagen.“ „Findet Ihr es merkwürdig, daß Jemand nicht unwiſſend in
einem Geſchäfte iſt, welches er ſein ganzes Leben eifrig getrieben
hat?2—
„Hm, ich finde es etwas merkwürdig, daß Einer, deſſen Ge⸗
ſchäft Handarbeit iſt, ſeinem Handwerk einen ſolchen Namen gibt.
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Wir Rechtsgelehrte können kaum mehr von unſerer Thätigkeit ſagen.“ 3
„So nennt es Handwerk; denn mit Euch will ein Seemann
nichts gemein haben,“ erwiederte der Andere, und wandte ſich von dem Zudringlichen mit einem Widerwillen weg, den er gar nicht
verhehlen wollte. Stolz mit denr Kopfe nickend, ging er langſam auf dem Werfte hin, und die andern zwei Seeleute folgten ihm. Der Fremde im Grün beobachtete ſie mit ruhigem Auge, ſchlug ſich mit ſeiner Reitpeitſche an den Stiefel, und ſchien über ein Mittel nachzudenken, das Geſpräch fortzuſetzen. Plötzlich jedoch wendete er ſich um und ging auf die Stadt zu, wo er im Ge⸗ dränge der Hauptſtraße verſchwand..


