Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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In dem Fall werden wir vielleicht verſchie⸗ dene Wege zu nehmen haben; denn ſo fluͤchtig und klein auch immer ihre Fußſtapfen ſein muͤſ⸗ ſen, ſo iſt ſie doch hier nicht durchgekommen.

Heyward deſſen ganzer Eifer, mit dem er zum Aufbrechen gemahnt hatte, auf einmal erlo⸗ ſchen zu ſein ſchien, trat zuruͤck. Ohne dieſe ploͤtz⸗ liche Veraͤnderung in dem Weſen des Andern zu beachten, fuhr der Kundſchafter, nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, fort:

Hier in der ganzen Wildniß iſt kein Frauen⸗ zimmer, die einen ſolchen Fußſtapfen, wie die da, zuruͤcklaſſen koͤnnte, als das Schwarzhaar und ihre Schweſter! Wir wiſſen nun daß die eine hier geweſen iſt, wo ſind aber die Anzeichen von der andern? Laſſt uns noch ein Stuͤck weiter der Spur folgen und wenn ſich nichts findet, ſo muͤſſen wir nach der Ebene zuruͤckgehen und eine andere Witterung aufzunehmen ſuchen. Geh vor⸗ waͤrts, Uncas und ſpaͤhe mit deinen Augen auf

dem trockenen Laub umher. Ich will auf die.

Buͤchſe Acht geben und dein Vater ſoll ſeine Naſe in den Boden ſtecken und da ſuchen. Vorwaͤrts Freunde, die Sonne verkriecht ſich ſchon hinter die Berge.

Giebt es denn dabei nichts fuͤr mich zu thun? fragte Heyward eifrig.

Ihr! wiederholte der Kundſchafter, der indeß in der von ihm vorgeſchriebenen Ordnung mit ſeinen rothen Freunden den Weg angetreten hatte;o ja, ihr koͤnnt hinter uns bleiben und Acht geben, daß ihr die Spur nicht zertretet.

Sie waren kaum einige Ruthen fortgeſchrit⸗ ten, als die Indianer ſtill ſtanden und einige Merkmale auf dem Boden mit ungewoͤhnlicher