Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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durch einen erlauchten Edelherrn verbinden zu koͤn⸗ nen. Von nun an, Herr Emich, moͤgen nur freundſchaftliche Worte zwiſchen uns gewechſelt werden!« 8

Der Graf hatte ſeit ſeinem Eintritt in die Huͤtte nicht geſprochen. Er ſtudirte Ulrikens thraͤnenſchwere Augen und blaſſe Wangen, und legte ſich dies nach ſeinem Sinne aus. Dennoch ließ er der ſchoͤnen Frau des Buͤrgermeiſters Gerechtigkeit widerfahren, denn obſchon er in Betreff der Neigung von Hein⸗ richs Gattin weniger leichtglaͤubig war, als dieſer, ſo kannte er ihren fleckenloſen Charakter doch zu wohl, um die Meinung, die er ſeit fruͤher Jugend von ihrem Werthe gehegt hatte, zu aͤndern. Er nahm den Antrag ſeines Freundes mit derſelben Herzlichkeit an, als er angeboten wurde, und nach einigen kurzen Auseinanderſetzungen verließen die Drei zuſammen die Heidenmauer.

Unſer Werk iſt vollbracht. Am Tage darauf wurden Berthold und Meta vermaͤhlt. Schloß und Stadt wetteiferten, dem Brautpaare Ehre zu erwei⸗ ſen, und Ulrike und Lottchen bemuͤhten ſich, in dem Gluͤck ihrer Kinder ihren beſonderen Schmerz zu vergeſſen.

In gehoͤriger Zeit nahm Berthold ſeine Laͤnde⸗