Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
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erduldet, und gemaͤchliche Ruhe duͤrfte fuͤr ihn noch nicht zu ſpaͤt ſein. Das Leben Odo's, Herr Graf, iſt nicht, wie das unſrige, ſo beſchaffen geweſen, um ihm Zufriedenheit zu gewaͤhren. Wenn dieſe Ge⸗ ſchichte mit der Hoſtie, obſchon eine unehrerbietige und unverantwortliche That, ſich jetzt ereignet haͤtte, ſo wuͤrde man kein ſo großes Aufhebens davon ma⸗ chen; uͤbrigens,« indem er die Wange ſeiner Gattin ſanft beruͤhrte»war der Verluſt Ulri⸗ kens an und fuͤr ſich ſelbſt ſchon ein großes Un⸗ gluͤck. Aber was iſt das hier?«

»Dies iſt eine Urkunde, worin der Herr von Ritterſtein dem jungen Berthold alle ſeine Beſitz⸗ thuͤmer abtritt.

Der Buͤrgermeiſter entfaltete haſtig das⸗ große Pergament. Obſchon er das Latein der Urkunde nicht verſtand, ſah er doch auf einen Blick, daß derſelben keine Foͤrmlichkeit mangelte. Er wandte ſich ſchnell zu Emich, denn gar wohl verſtand er Umfang und Zweck der Gabe, und rief aus:

»Dies iſt Manna in der Wuͤſte! Unſer Streit iſt gluͤcklich beigelegt, hochgeborner Graf, und naͤchſt der Angemeſſenheit, Meta's Hand dem Beſitzer von Ritterſtein zu geben, freut es mich am meiſten, da⸗

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