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den Segen deſſen, dem auf Erden die Macht zu bin⸗ den und zu loͤſen gegeben ward, gering ſchaͤtzet, ſo koͤnnen meine Worte deren Wirkung nicht vermeh⸗ ren; allein diejenigen unter Euch, welche nicht, wie Euer Buͤrgermeiſter, auf dieſes Aeußerſte gefaßt ſind, duͤrften es wohl fuͤr klug halten, zu zaudern, ehe ſie Gefahr laufen wollen, unter einer ſolchen Wucht goͤttlichen Mißfallens zu leben.“
Die Buͤrger ſahen ſich gegenſeitig voll Zweifel an, denn keiner von ihnen war vorbereitet, den Widerſtand ſo weit zu treiben. Einige zitterten in⸗ nerlich, denn Gewohnheit und Ueberlieferung waren ſtaͤrker, als die neueren Meinungen; die Schlaueren erwogen mehr die weltlichen als die kirchlichen Fol⸗ gen, waͤhrend Andere auf die Moͤglichkeit ſannen, den Kirchenbann in ſo guter Geſellſchaft zu erdulden. Es giebt Tauſende, welche, wenn ſie in Schaaren ſind, derſelben Gefahr trotzen, vor welcher ſie, ein⸗ zeln, zuruͤckſchaudern; und vielleicht geht der Soldat dem Kugelhagel eben ſo ſehr aus geſellſchaftlichem Vereinigungs⸗Mitgefuͤhl entgegen, als weil er Schande fuͤrchtet, und auf Ruhm hofft. In aͤhn⸗ licher Lage befanden ſich die Rathsherren von Duͤrk⸗ heim, und jeder fuͤhlte Muth oder Zweifel, je nach⸗ dem er dies in den Augen ſeines Nachbars las.


