teren Stadt verſammelt, haben mich zum Boten auserſehen;— ein Amt, das ich ſuchte, damit nicht
ein Anderer in ſeiner Drohluſt vergeſſen moͤchte, zu
bitten und zu uͤberreden.«
»„Du haſt recht gethan, wie immer, vortreff⸗ licher Arnulph! Drohungen nuͤtzen in Duͤrkheim ſo viel, als Weihwaſſer im Rheinwein, wiewohl beide Dinge an ihrem Platze treffliche Dienſte leiſten moͤgen; wer aber nicht getrieben werden kann, der muß gefuͤhrt werden, und eine an ſich edle Fluͤſſig⸗ keit bedarf keinen Beigeſchmack von Seite der Kirche. Was dieſes alte Mißverſtaͤndniß zwiſchen dem Kloſter Limburg einerſeits, und dem edlen Grafen von Hartenburg und unſerer geringen Stadt ande⸗ rerſeits betrifft, ſo kann der Zwiſt jetzt leicht bei⸗ gelegt werden, da durch die juͤngſten Ereigniſſe die Hauptſchwierigkeit hinweggeraͤumt worden iſt; und ſo freue ich mich denn von Herzen ob Deiner Sen⸗ dung, und wuͤnſche der Stadt Gluͤck, daß ſie mit einem ſo erfahrenen und verſtaͤndigen Mann zu thun hat. Du wirſt uns freundlich geſtimmt und bereit finden, Dir den halben Weg entgegen zu kommen, denn ich kenne in ganz Duͤrkheim keinen Menſchen, der den Streit einen Zoll weiter fuͤhren moͤchte, und nicht im Herzen zufrieden waͤre.⸗


