len!« ſprach Heinrich,„und laſſe Dich im Raths⸗ ſaale von Duͤrkheim eben ſo gemaͤchlich nieder, als waͤreſt Du noch in dem alten Kloſter Limburg. Wir ſind Loͤwen im Angriff, allein ſo harmlos als Eure marmornen Cherubim, wenn keine Gelegen⸗ heit vorhanden iſt, unſere maͤnnlichen Eigenſchaften zu entfalten; ſetze Dich daher in Gottes Namen, und ſei frohen Muthes,— Niemand wird Dir ein Leides zufuͤgen.⸗
Die Stimme des Buͤrgermeiſters war gegen den Schluß ſeiner Rede minder zuverſichtlich gewor⸗ den. Der Benedictiner hatte naͤmlich ſeine Kapuze zuruͤckgeſchbben, und das verehrte Antlitz Vater Arnulphs wurde ſichtbar.
„»Wer im Namen deſſen kommt, den ich mei⸗ nen Herrn nenne, der bedarf dieſer Verſicherung nicht«, erwiederte der Moͤnch.»Dennoch freue ich mich, Euch in dieſer Gemuͤthsſtimmung, und nicht erpicht zu finden, einen anfaͤnglichen Fehler durch fernere Unthat zu unterſtuͤtzen. Es iſt nie zu ſpaͤt, ſeinen Irrthum einzuſehen, oder denſelben wieder gut zu machen.⸗
„»Du mußt verzeihen, hochwuͤrdiger Prior! wir haben Dich fuͤr ein ganz anderes Mitglied Deiner
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