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wie gewoͤhnlich, aber viele Menſchen ſtanden vor denſelben, waͤhrend wenige hineintraten, und die meiſten Handwerker verſchwendeten ihre Zeit mit Nachgruͤbeln uͤber den verwegenen Schritt ihrer Obern.
Inzwiſchen wurde auf dem Gemeindehauſe Rath gehalten. Es waren dort alle Diejenigen verſammelt, welche auf obrigkeitliches Anſehen ein Recht hatten, und Viele erſchienen kraft ihrer Mit⸗ wirkung bei dem Ueberfall der Moͤnche. Auch ei⸗ nige der beſorgten Buͤrgerfrauen fanden ſich in den mehr allgemein zugaͤnglichen Gemaͤchern des Rath⸗ hauſes ein, denn der Einfluß der Frauen war in dieſer einfachen Gemeinde weder verborgen noch gering. Wir nehmen den Faden unſerer Erzaͤh⸗ lung innerhalb der Mauern des Rathsgebaͤudes wieder auf.
Der Buͤrgermeiſter und die anderen Haͤupter der Stadt waren von einer unbeſtimmten Beſorg⸗ niß, als Folge ihrer verwegenen That, gequaͤlt. Einige trotzten auf den gluͤcklichen Erfolg; Andere waren aͤngſtlich, bloß weil die Vertreibung der Moͤnche ihnen als ein zu großes Gluͤck galt, als daß es ohne Beimiſchung irgend eines Uebels kom⸗ men konnte; Viele hielten mit ihren Meinungen
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