Teil eines Werkes 
3. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

9

zuruͤck, und warteten auf die kommenden Ereig⸗ niſſe, um dann ſprechen zu koͤnnen: ſie haͤtten Alles vorausgeſagt, waͤhrend wieder Andere den Kopf ſchuͤttelten, gleich als kennten ſie jene Folgen, welche dem gewoͤhnlichen Verſtande nicht einleuch⸗ teten. Die letztere Claſſe war mehr wegen ihrer Anſpruͤche auf ausſchließliche Weisheit, als wegen ihrer Anzahl bemerkenswerth, und wuͤrde eben ſo geneigt geweſen ſein, die gluͤcklichen Folgen der Unternehmung zu uͤbertreiben, wenn nur der Puls der oͤffentlichen Stimmung im Aufnehmen be⸗ griffen geweſen waͤre. Allein ſeine Lebhaftigkeit nahm ab, und ſo kam es, daß, obſchon man alle Vortheile einſah, die man von der Niederlage des Abtes Bonifacius erwarten konnte, dennoch Un⸗ gewißheit die Gemuͤther der Meiſten umwoͤlkte, ſo daß man ſich hoͤchſt unguͤnſtige Gemaͤlde von der Zukunft entwarf. Selbſt Heinrich, dem es weder an moraliſchem noch an phyſiſchem Muth fehlte, war uͤber ſeinen eigenen Sieg beunruhigt, wenn er gleich, um die Urſache davon befragt, ſie felbſt kaum haͤtte genau angeben koͤnnen. Seine Unruhe wurde durch die Thatſache erhoͤht, daß die meiſten ſeiner Mitbuͤrger ihn als den Mann betrachteten, auf wel⸗

chen die Wucht des Zornes der Kirche und des