Verbuͤndete des letzten Freundes, wenn er gleich dabei in etwas ſeinen ſonſtigen Pflichten untreu wird. Wir Rhodiſerritter wiſſen uͤbrigens wohl, daß ein ehrenvoller Ruͤckzug, in Ordnung, und nicht vor der Zeit unternommen werden muß. Ich bin Dein, Emich, mithin ſei weiter keine Rede davon! Dies war wohl das Bildniß des guten Biſchofs aus unſerem Geſchlechte?«
»Ich glaube, daß er irgend ein ſo hochwuͤrdiges Amt bekleidete, allein es kann wenigſtens Niemand ſagen, daß er ein Benedictiner war.⸗
»Da dieſe Kirche zerſtoͤrt werden muß, ſo waͤre es beſſer geweſen, wenn unſere Vorfahren einen andern geweihten Grund fuͤr ihre Aſche gefunden haͤtten. Wir geiſtliche Ritter ſind zu einem ſeltſa⸗ men Looſe verurtheilt! Noch ſind es kaum zwoͤlf Monate her, daß ich als ein getreuer und echter Rhodiſer bis an die Knie im Waſſer ſtand, und einen Graben gegen die Glaͤubigen an die Houris und die Unglaͤubigen an Chriſtus vertheidigte; und jetzt ſtehe ich hier als Zuſchauer(Niemand kann ſagen, daß ich mehr bin), waͤhrend chriſtliche Altaͤre umgeſtuͤrzt, und eine Bruͤderſchaft geſchorener Moͤnche uͤber die Erde zerſtreut wird, als waͤren ſie entlaſſene Soͤldlinge!«
»Bei den heiligen drei Koͤnigen! mein Vetter, Dein Gleichniß iſt ſehr richtig; denn wie entlaſſene Soͤldlinge ſind ſie abgezogen, um in einer neuen Geſtalt die menſchliche Geſellſchaft zu quaͤlen.— Schone den Engel meines Großvaters, guter Schmid!« rief Emich, indem er ſich ſelbſt unter⸗ brach,»wenn in dem Bilde irgend eine gute Wir⸗


