Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Vaͤter. Emich von Leiningen, ich verfluche Dich nicht, denn dies iſt fuͤr Menſchenhaͤnde eine zu furchtbare Waffe, um ſich ihrer leichthin zu bedie⸗ nen, aber ich ſegne Dich auch nicht, denn die Pflicht gegen Gott verbietet mir, dies heilige Amt auszuuͤben.

Halt! hochwuͤrdiger Arnulph, laß uns nicht im Zorne ſcheiden, ich moͤchte Dich wirklich um eine troͤſtende Beruͤhrung von Deinen unbefleckten Haͤnden bitten, wenn ja wenn es eine Capelle in dieſer Kirche giebt, fuͤr welche Du mehr als gewoͤhnliche Ehrfurcht haſt, ſo nenne ſie, und ich ſchwoͤre Dir bei meinem Ritterworte, daß ſie, wenn ſie nicht ſchon zerſtoͤrt iſt, als ein Denkmahl meiner Liebe zu Dir ſtehen bleiben ſoll, oder wenn Du irgend etwas, es betreffe Geiſtliches oder Weltliches, beſonders ſchaͤtzeſt, ſo zeige es, und es ſoll gerettet, und Dir, ſobald Du willſt, eingehaͤn⸗ digt werden. Zur Vergeltung fordere ich nichts, als die ſcheidenden Worte des Friedens.«

»Sie ſind demjenigen verſagt, der gegen Gott ſelbſt Krieg fuͤhrt«, erwiederte der Prior mit Schmerz, indem er ſein Gewand von dem Griffe des Barons losmachte.»Ich darf und werde fuͤr Dich beten, Emich, aber Dich ſegnen, waͤre Verrath am Himmel.«

Bei dieſen Worten verhuͤllte der fromme Ar⸗ nulph ſein Antlitz gegen den Anblick der Zerſtoͤrung und Entweihung rings um ihn, und entfernte ſich langſam aus dem Chor.