Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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bemerkte, wie ſein Feind den toͤdtlichen Haß be⸗ meiſterte, und welcher Ausdruck geiſtlicher Wuͤrde und Amtesruhe in ſeinem Antlitze herrſchte. Der Abt erhob ſich, wie ein Praͤlat in der ungeſtoͤrten Ausuͤbung ſeiner kirchlichen Verrichtungen, und ſprach mit einer Stimme, die bis in die fernſten Theile der Kirche drang:

Gott hat in ſeiner verhuͤllten Weisheit den Boͤſen einen augenblicklichen Triumph geſtattet. Wir forſchen nicht nach den Gruͤnden ſeiner ge⸗ heimnißvollen Fuͤgungen, denn einſt wird Alles offenbar werden: aber als Dienern des Altars, als Waͤchtern dieſes heiligen Tempels, als geweihe⸗ ten Prieſtern bleibt uns noch eine feierliche, eine gebieteriſche Pflicht zu erfuͤllen.«

Bonifacius, ich warne Dich!« unterbrach ihn der Graf von Leiningen;»Du haſt es in dieſem Augenblicke nicht mit Buͤrgermeiſtern und weinen⸗ den Frauen zu thun.

»Von wegen des Gottes alſo, zu deſſen Ehre dieſer Tempel erbaut worden,« fuhr der Abt un⸗ bewegt fort,»in ſeiner heiligen Sache und in ſei⸗ nem heiligen Namen«

Auf Deine Gefahr, Prieſter!« rief Emich, in