Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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als noch uͤberdies das Gewiſſen aller Kuͤhe des Grafen Emich weiß zu brennen.

Der Abt betrachtete abermals ſtrengpruͤfend das Antlitz des Sprechenden eine geraume Zeit hindurch.

Haſt Du von Luther gehoͤrt?«

Meint Eure Hochwuͤrden den betrunkenen Schuhflicker von Duͤrkheim?«

Ich meine den Moͤnch von Wittenberg, Burſche; obſchon Du, beim heiligen Benedict! dem Rebellen keinen unpaſſenden Namen beigelegt haſt, denn der gleicht wahrlich einem betrunkenen Schuhflicker, der die Lehren und Gebraͤuche unſerer heiligen Kirche beſſern will! Ich frage Dich, ob Du Deinen Verſtand verdorben und Deinen Glauben geſchwaͤcht haſt, indem Du der fluchenswerthen Ketzerei, welche jetzt in Deutſchland uͤberhand nimmt, Dein Ohr lieheſt?

Der heilige Benedict und die gebenedeite Jungfrau moͤgen Euer Hochwuͤrden nach Verdienſt belohnen! Was hat ein armer Kuhhirt mit Din⸗ gen zu thun, welche die Seelen der Gelehrten be⸗ unruhigen, und ſelbſt die Friedlichſten ſtreitſuͤchtig und kriegeriſch machen?«

Du haſt Unterricht uͤber Deinen Stand ge⸗

noſſen, biſt Du aus dem Jaͤgerthal? 2*