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Es iſt bereits bemerkt worden, daß die Bene⸗ dictiner durch ihre Ordensregel zur Gaſtfreiheit ver⸗ pflichtet waren. Ein Hauptfluͤgel des Kloſters war fuͤr die Bequemlichkeit des Abtes und der Reiſen⸗ den eingerichtet, welche Bonifacius nicht nur ſtets zu bewirthen verpflichtet war, ſondern ſehr oft auch gerne bewirthete. Hier war der Reichthum des Kloſters entfaltet, wenn gleich derſelbe in zuͤchtiger Form erſchien. Man bemerkte wenig von jener Selbſtverleugnung und Selbſtpeinigung, welche man gewoͤhnlich mit dem Bewohner einer Zelle verbun⸗ den denkt. Die Gemaͤcher waren mit Getaͤfel von Ei⸗ chenholz ausgelegt; religioͤſe Sinnbilder, aus koſtbaren Materialien gefertigt, prangten an den Waͤnden; auch fehlte es nicht an Sammt und anderen koͤſt⸗ lichen Stoffen, zwar von dunklen Farben, aber von großem inneren Werthe. Vater Siegfried fuͤhrte den Bauer in eines der ſchoͤnſten, beſteingerichteten Gemaͤcher. Es war das Cabinet des Abtes. Der⸗ ſelbe hatte den kirchlichen Pomp und die Prachtge⸗ waͤnder, womit er kurz zuvor ſich dem Volke ge⸗ zeigt hatte, abgelegt, und machte es ſich nun mit der Indolenz eines Gelehrten und der Nachlaͤſſig⸗ keit eines Schwelgers bequem. 3 »Hier iſt der Juͤngling, von dem ich mit Dir
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