Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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eine mildanziehende Gewalt verliehen. Man findet dort einige der ſchoͤnſten Schoͤpfungen Raphaels, Dominichino's und Andrea's del Sarto, und der Reiſende ſucht jene gewoͤlbten Galerien, welche ſonſt der Moͤnch, in religioͤſe oder gelehrte Betrachtung verſunken, durchſchritt, jetzt auf, um die koſtbarſten Ueberreſte alter Kunſt zu beſichtigen.

Der Dienſtmann des Grafen Emich fand ohne Schwierigkeit den ihm bezeichneten Platz, denn der Kreuzgang der Abtei Limburg ſtand, wie dies im⸗ mer der Fall iſt, mit der Kirche in Verbindung. Er ſchritt durch dieſelbe, oͤffnete eine Thuͤr, welche in die Sacriſtei fuͤhrte, und befand ſich bald in der ergreifenden Abgeſchiedenheit des Kreuzganges. An den Waͤnden hingen Tafeln mit lateiniſchen In⸗ ſchriften zu Ehren der Bruͤder, die ſich einſt durch Froͤmmigkeit und Gelehrſamkeit ausgezeichnet hat⸗ ten, und hie und da erblickte man in Elfenbein oder Stein jenes gewöhnliche Mahnzeichen der katholiſchen Religion, das Crucifix.

Der Fremde blieb ſtehen, denn durch den Bo⸗ gengang ſchritt ein Moͤnch, deſſen Miene fuͤr einen Menſchen, der nicht wußte, welche Aufnahme ihm bevorſtehe, nicht weniger als einladend war. Dies mindeſtens glaubte Emich's Dienſtmann, welcher