Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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wieder. Der Dienſtmann des Grafen Emich that, wie ihm geheißen war, und ſchlenderte im Hofe her⸗ um, bis die Abſicht des Abtes, ſeinen gefaͤhrlichen Nachbar durch Aufſtellung der Kriegsleute zu uͤber⸗ zeugen, daß er ſich des Schutzes des Kurfuͤrſten er⸗ freue, voͤllig erreicht war. Kaum waren dieſelben abgezogen, ſo verfuͤgte ſich der Bauer nach dem be⸗ zeichneten Orte.

In jedem Kloſter giebt es einen Hof, der durch niedrige und duͤſtere Arcaden eingeſchloſſen iſt, die den ſogenannten Kreuzgang bilden. Wenn derſelbe, wie man dies haͤufig findet, in ſchoͤnem gothiſchen Style erbaut iſt, ſo laͤßt ſich nicht leicht ein Platz denken, welcher zum Nachdenken, zur Erforſchung des Gewiſſens und zu religioͤſer Ruhe geeigneter waͤre. Uns erſchienen die Kreuzgaͤnge von jeher als die Poeſie des Moͤnchslebens, und obſchon wir uns zur proteſtantiſchen Religion bekennen, ſo haben wir doch nie einen betreten, ohne den Einfluß jener allheiligen Macht zu fuͤhlen, welche man durch kloͤ⸗

ſterliche Abgeſchiedenheit zu ehren vermeinte. In⸗

Italien, dem Lande gluͤhender Gedanken und glor⸗ reicher Wirklichkeit, haben die Pinſel der groͤßten Meiſter den Kreuzgaͤngen durch bildliche Darſtellun⸗ gen, welche mit ihrem Zweck im Einklange ſtanden,