Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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ſah dieſe Freiheit nicht nur ohne Beunruhigung, ſondern mit unverkennbarer Zufriedenheit.

»Tauſend Dank, edler Emich, fuͤr dieſe Ehre, die Du meinen Frauen erweiſeſt«, rief er, indem er ſeine Muͤtze abermals zog.»Meta iſt an dieſe Artigkeiten nicht gewoͤhnt, und weiß nicht recht, wie ſie fuͤr eine ſolche Gnade danken ſoll; denn um die Wahrheit zu geſtehen, ſo etwas iſt ihr nicht oft widerfahren. Ich begruͤße die Weiber nicht auf dieſe Art, folglich wagt es auch Niemand in Duͤrk⸗ heim.

»Sanct Dionyſins moͤge uns verzeihen!« rief der Abbé aus,»welche ſchmachvolle Nachlaͤſſigkeit haben wir uns zu Schulden kommen laſſen!« Bei dieſen Worten kuͤßte er zuerſt die ſanfte Ulrike, und dann ihre Tochter, bevor noch die Anweſenden ſich von ihrem Erſtaunen erholt hatten.»Es ſcheint, Herr Ritter von Rhodus, daß wir in dieſen Din⸗ gen nicht die beſte Erziehung bewieſen haben.«

»Halt, Vetter von Wiederbach!« rief Emich lachend, indem er ſeinen Verwandten zuruͤckhielt, »wir vergeſſen, daß wir in dem Hofe der Abtei von Limburg ſind, wo Begruͤßungen ſo irdiſcher Natur den frommen Benedictinern Aergerniß geben koͤnn⸗

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