Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

vollen Blick auf Meta und ſeine Frau warf v»aber dieſe Sonntagsmeſſen bringen die Weiber dergeſtalt in Thaͤtigkeit, daß ich von der Fruͤhglocke bis zur Schlußzeit der Thore kaum Herr eines ein⸗ zigen Gedankens bin.

Bei der heiligen Jungfrau, das waͤre ſchlimm, wenn die Hartenburg nicht Raum genug haͤtte, um Alles, was Deinen Namen fuͤhrt und ſich Deiner Liebe freut, zu beherbergen.«

»Edle Herren genießen bereits Deine Gaſtfrei⸗ heit, und ich moͤchte nicht gern

»Nicht der Rede werth! Jener, in dem bunten Wamms, der das weiße Kreuz traͤgt, iſt ein ob⸗ dachloſer Rhodiſerritter, einer, der wie die Taube aus der Arche Noah's umherflattert, ohne zu wiſ⸗ ſen, wohin er ſeinen Fuß ſetzen ſoll. Dieſer hier, in der ſchwarzen Tracht, iſt ein muͤſſiger Abbé aus Frankreich, der wenig mehr thut, als mit den Frauen ſchwatzen. Laß Dein Weibsvolk in ihren Haͤnden, denn ſie ſind ſehr erfahren in hoͤfiſcher Huldigung.

»Den Henker auch, edler Graf! Ich zweifle an ihrer Erfahrenheit in ſolchen Dingen nicht; allein mein Weib hat wenig Geſchmack fuͤr Aufmerkſamkeits⸗ bezeigungen der Art, und, um Euch keine meiner Launen zu verſchweigen, ich ſelbſt auch nicht. Ja,