Gefuͤhl, das aus Neid und Eiferſucht zu gleichen Theilen zuſammengeſetzt war.
„Guten Morgen und troſtreiche Meſſe wuͤnſche ich Euch, hochgeborner Emich!«“ rief der Vater und Gatte, ſeine Muͤtze abnehmend, mit Herzlichkeit dem Grafen entgegen, als ſich dieſer dem Orte naͤherte, wo er, deſſelben harrend, bis jetzt geſtanden hatte.»Ich fuͤrchtete ſchon, daß die Betrachtung des Altares Eurer Vaͤter mich um dieſe Ehre brin⸗ gen, und daß ich hinweg muͤſſen wuͤrde, ohne ein Wort aus Eurem verehrten Munde vernommen zu haben.⸗
„»Zwiſchen mir und Dir kann eine ſolche Ver⸗ nachlaͤſſigung nicht Statt finden«, erwiederte der Graf, indem er die Hand des Buͤrgermeiſters er⸗ griff, und ſie mit der kraͤftigen Herzlichkeit eines Kriegsmannes ſchuͤttelte.»Wie geht es Euch Allen in Duͤrkheim, dieſer Stadt meiner Liebe, um nicht zu ſagen, meines Rechtes?⸗
»Ganz nach Eurem Wunſche, edler Graf, wir ſind mit Herz und Mund dem Hauſe Leiningen er⸗ geben. In ſofern Liebe zu Eurem Namen und Geſchlechte Alles giebt, fehlt es uns an Nichts.⸗
„Trefflich, wackerer Heinrich, und doch koͤnnte
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