Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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Es iſt bereits bemerkt worden, daß die aͤußere Mauer der Abtei die ganze Oberflaͤche des Berges, auf welchem ſie ſtand, einſchloß. Wiewohl die Ge⸗ baͤude eben ſo zahlreich als geraͤumig waren, ſo ließ doch der Umfang der Ebene auf dem Berggi⸗ pfel hinreichenden Platz zur Bewegung in freier Luft. Außer den Kreuzgaͤngen, die eben ſo geraͤu⸗ mig als moͤnchiſch abgeſchieden waren, gab es Gaͤr⸗ ten hinter der Wohnung des Abtes, und einen Hof von betraͤchtlichem Umfang gerade vor der Kirche. Quer durch dieſen Hof, worin noch verſchiedene Volksgruppen bei einander ſtanden, war ein Trupp Soldaten, welche die Farbe des Kurfuͤrſten Friedrich trugen, und ſeinen Befehlen gehorchten, auf krie⸗ geriſche Weiſe aufgeſtellt. Das geheime Zeichen, welches Bonifacius dem Laienbruder gab, wie der Graf in das Chor trat, hatte ſeinem Nachbar die⸗ ſen unwillkommenen Anblick bereitet.

Waͤhrend die Kriegsleute, in ernſter Aufmerk⸗ ſamkeit auf das Commandowort, auf ihren Haken⸗ buͤchſen lehnten, machten der Rhodiſerritter und der Abbé der ſchoͤnen Frau des Buͤrgermeiſters von Duͤrkheim und ihrer kaum ſchoͤneren Tochter emſig den Hof. Der junge Berthold ſtand von ferne, und betrachtete dieſes Zuſammentreffen mit einem

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