Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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Plaͤnen im Wege ſteht, und daß der Verſucher Dir in das Ohr raunte, Dich ihrer zu entledigen und ſie mit gewaffneter Hand zu ſtuͤrzen. Waͤreſt Du ſchwach genug, Emich, auf einen ſolchen Rath zu hoͤren, Du, der Du weißt, daß der Arm Karls lang genug iſt, um von ſeinem fernen Madrid in den entlegenſten Winkel Deutſchlands zu reichen, und daß ſeine Rache eben ſo ſicher als furchtbar ſein wuͤrde?«

»Das waͤre ein verwegener Krieg, Herr Prior, von einem Leiningen gegen Karl V. Meiner eige⸗ nen Wahl uͤberlaſſen, hochwuͤrdiger Moͤnch, wuͤrde ich doch lieber einen anderen Feind waͤhlen.

»Und doch willſt Du gegen Einen, der maͤch⸗ tiger iſt als Er, Krieg fuͤhren. Du willſt Deinen ohnmaͤchtigen Arm, Deinen frevelhaften Willen gegen Gott erheben! Du willſt ſeine Verheißun⸗ gen verachten, ſeine Altaͤre entweihen, wilsſt die Stiftshuͤtte ſtuͤrzen, die er ſelbſt errichtet; hat! Glaubſt Du, daß ſeine Allmacht einen ohnmaͤchti⸗ gen Zeugen abgeben, oder daß er in ſeiner ewigen Weisheit vergeſſen werde, Dich zu beſtrafen?«

»Beim heiligen Paul, Du legſt die Dinge zu Deinem Vortheil aus, Vater Arnulph; denn bis jetzt iſt es noch nichts weniger als bewieſen, daß die Abtei Limburg einen ſolchen Urſprung hat, oder daß, wenn ſie ihn haͤtte, ſſie nicht durch die Ausſchweifungen ihrer Beſitzer in Ungunſt gera⸗ then iſt. Es waͤre gut, nach dem hochwuͤrdigſten Abt und nach jenen Saͤulen des Heiligthums, Vater Siegfried und Vater Cuno, zu ſenden, um zu Deinem Gunſten ein Zeugniß abzulegen. Bei