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Begriffen Deines Standes angemeſſene Frage an Dich richten. Du biſt fuͤrwahr Emich von Leinin⸗ gen, ein edler Name in der Pfalz, deſſen Anſehen in dieſer Gegend ſeit Jahrhunderten wohl begruͤn⸗ det iſt. Dennoch biſt Du, was weltliche Herr⸗ ſchaft betrifft, ſelbſt in dieſem Deinen Vaterlande bloß der Zweite oder Dritte. Der Kurfuͤrſt und der Kaiſer ſtehen uͤber Dir, und jeder von ihnen iſt ſtark genug, um Dich und Deine Burg zu ver⸗ nichten.“«
„»Was den Letzten betrifft, ſo will ich, ehrwuͤr⸗ diger Prior«, fiel der Graf in die Rede,»ihm, wenn Du es willſt, ſogar die Mittel dazu geben; anbelangend aber den Erſten, ſo moͤge er zuerſt zuſehen, wie er mit ſeinen eigenen Feinden fertig wird, bevor er dieſen Sieg erficht!«
Vater Arnulph verſtand die Anſpielung ſehr wohl, denn es war kein Geheimniß, daß Friedrich gerade zu dieſer Zeit von ſeinen Feinden ſo ge⸗ draͤngt wurde, daß er nur mehr auf einem wan⸗ kenden Throne ſaß. Dieſer Umſtand beguͤnſtigte den alten Plan des Grafen von Hartenburg, ſich eines Kloſters zu entledigen, das ſeine Abſichten durchkreuzte und ſeine Macht im Lande ſchmaͤlerte.
»Wir wollen alſo den Kurfuͤrſten bei Seite laſſen und bloß von dem Kaiſer ſprechen«, erwie⸗ derte der Prior.»Du glaubſt ihn in ſeinem Pa⸗ laſte, fern von dieſem Lande, und allerdings hat er jetzt keine ſichtbare Macht hier, um Deine rebel⸗ liſche Hand in Schranken zu halten. Wir wollen aber den Fall ſetzen, daß eine Gemeinde, die er beſchuͤtzt, nein, die er liebt, Deinen habſuͤchtigen


