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Spuren eines ſtrengen Wandels, tiefen Denkens und freudiger Hoffnung.
Seine Predigt ſtand in vollem Einklange mit ſeinem Aeußern. Seine Lehre, wie die des goͤtt⸗ lichen Stifters der Religion, welcher er diente, war voll Milde und Liebe. Zwar ſprach auch er von den Schrecken des juͤngſten Gerichtes, aber mehr in Trauer, als mit Drohung; am glaͤnzendſten und eindringlichſten jedoch zeigte ſich ſeine Beredſamkeit, wenn er die beſeligenden Wirkungen frommer Glaubensinnigkeit ſchilderte. Emichs geheime Ab⸗ ſichten waren abermals erſchuͤttert, und ſein finſteres Antlitz nahm noch einmal den Charakter der Milde und Theilnahme an. Der Blick des Pre⸗ digers haftete auf dem unbeugſamen Baron, und ohne eine auffallende Aenderung ſeiner Manier, fuhr er, wie von einem natuͤrlichen Gedankenzuge getrieben, fort:»So iſt die Kirche in ihrer Reinheit beſchaffen, meine Zuhoͤrer, wie auch im⸗ mer die Irrthuͤmer, Leidenſchaften und Abſichten der Menſchen ſie verderben. Der Glaube, den ich predige, iſt das Werk Gottes und traͤgt das Ge⸗ praͤge ſeines heiligen Weſens. Wer die Suͤnde der irrigen Anwendung deſſelben auf etwas Ande⸗ res als die irrenden Menſchen ſchieben wollte,
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