Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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ton und Moͤnchsgeſang, und drang markaufruͤttelnd in die Seele. Da die Moöoͤnche ihr ganzes Leben dem Kirchendienſt widmeten, ſo hatten ſie es darin zu einer ſolchen Vollkommenheit gebracht, daß auch nicht ein einziger Ton die beabſichtigte Wirkung verfehlte. Saiteninſtrumente jeder Art erhoͤhten die feierliche Melodie der kraͤftigen Maͤnnerſtimmen, welche verbunden mit den Blasinſtrumenten, einen einzigen, tiefen, großartigen, ernſten Lobgeſang bil⸗ deten. Graf Emich regte ſich auf ſeinem Sitze, griff nach dem Schwerte, gleich als hoͤre er Trom⸗ petengeſchmetter der Schlacht, dann traf ſein un⸗ ruhiger Blick den Abt, und er ſtuͤtzte das Kinn auf die eine Hand. Je mehr die heilige Handlung vorſchritt, deſto mehr ſchien der Eifer der Moͤnche zu wachſen, und man bemerkte ſpaͤter, daß das Hochamt zu Limburg, zu allen Zeiten der Muſik wegen beruͤhmt, doch nie ſo markdurchdringend ab⸗ gehalten wurde. Ein Strom von Stimmen er⸗ brauſte, und es gab Augenblicke, wo er, vereint mit den Toͤnen der Inſtrumente, donnernd wie das Weltmeer rollte. Da erhob ſich ploͤtzlich eine einzelne Stimme aus dieſem feierlichen Gebrauſe, und bei ihrem ernſten Ton ſchwieg daſſelbe zur

Stelle. Es war, wie geſagt, eine einzelne Stimme, I. 16