Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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Nicht leicht giebt es uͤber einen Gegenſtand eine ſo große Meinungsverſchiedenheit, wie uͤber den katholiſchen Ritus. Der einen Claſſe von Chriſten ſind dieſe Ceremonien nur eitle Mumme⸗ reien, erfunden um zu taͤuſchen, und gefeiert um ſchlechte Zwecke zu erreichen, waͤhrend ſie der an⸗ deren Claſſe als das Ideal einer wuͤrdevollen, er⸗ habenen und eindrucksvoilen Gottesverehrung gel⸗ ten. Wie gewoͤhnlich bei Extremen, liegt auch in dieſem Falle die Wahrheit in der Mitte. Der ei⸗ frige Katholik irrt, wenn er die Unfehlbarkeit aller Derjenigen, die am Altare dienen, behauptet, oder wenn er die unehrerbietige und nachlaͤſſige Art, womit oft die heiligſten gottesdienſtlichen Gebraͤuche verrich⸗ tet werden, uͤberſieht. Dagegen muß der Proteſtant, welcher die Kirche, worin der Gottesdienſt ſtreng nach der Vorſchrift abgehalten wurde, verlaͤßt, ohne ſich nicht zu geſtehen, daß eine tiefe und erhabene An⸗ dacht dem Ritus zum Grunde liegt, ſeine Bruſt gegen jedes Gefuͤhl, das zu Gunſten einer von ihm geaͤchteten Secte ſpricht, gepanzert haben. Wir gehoͤren zu keiner von beiden Claſſen, und werden daher die Dinge beſchreiben, ſo wie wir ſie geſehen haben, ohne darum, weil zufaͤllig unſere

Vorfahren in die weſtliche Welt auswanderten,