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erkennend, ſo raſch als möglich mich auszuſprechen,„daß Ihr mich mißverſtanden habt.“
„Gar nicht, mein lieber Junge— gar nicht,“ unterbrach mich mein Vater.„Du bewunderſt Priscilla Bayard, aber du biſt ihrer Geſinnungen gegen dich noch nicht ſo ſicher, daß du ſchon gewagt hätteſt, deinen Antrag zu machen. Aber was thut das? Deine Beſcheidenheit gereicht dir zum Lobe; obwohl ich geſtehen will, daß meiner Anſicht nach ein Gentleman, ſobald er ſelbſt ent⸗ ſchloſſen iſt, ſeine Geliebte ſollte wiſſen laſſen, daß er ein Bewerber um ihre Hand iſt, und es mir ungroßmüthig und unmännlich er⸗ ſcheint, zu warten, bis man des Erfolges gewiß iſt. Merke dir das, Mordaunt, mein Junge; in Sachen dieſer Art kann zu weit getriebene Beſcheidenheit zum Fehler werden.“
„Ihr mißverſteht mich noch immer, Sir. Ich habe mir, was männliche Handlungsweiſe betrifft, Nichts vorzuwerfen, obwohl ich in anderer Hinſicht zu weit gegangen ſein mag, ohne die Mei⸗ nigen zu Rathe zu ziehen. Abgeſehen von aufrichtigem Wohl⸗ wollen und Freundſchaft, fühle ich nichts für Priscilla Bayard, und fühlt Priscilla Bayard nichts für mich.“
„Mordaunt!“ rief eine Stimme, die ich nie hörte, ohne daß ſie kindliche Zärtlichkeit in mir erweckte.
„Ich habe nur die Wahrheit geſprochen, theuerſte Mutter, und die Wahrheit, die ich früher ſchon hätte ausſprechen ſollen. Miß Bayard würde mich morgen ausſchlagen, wenn ich ihr meinen An⸗ trag machte.“
„Ihr wißt das nicht, Mordaunt— Ihr könnt das nicht wiſſen, bis Ihr den Verſuch macht,“ unterbrach mich meine Großmutter etwas lebhaft.„Die Gemüther junger Frauenzimmer laſſen ſich nicht nach denſelben Regeln beurtheilen, wie die jungen Männer. Ein ſolcher Antrag kommt nicht jeden Tag, das kann ich ihr ſagen; und ſie iſt viel zu einſichtsvoll und beſonnen, als daß ſie etwas ſo Einfältiges thäte. Es ſteht allerdings nicht in meiner Macht, zu
Der Kettenträger. 37


