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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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Squatters wiſſe, ſprach ſie dieß doch nicht geradezu aus. Ich be⸗ merkte, daß er mit ſich ſelbſt zu Rathe ging, ob es paſſend wäre, mit einem für dieſe Gelegenheit erſonnenen Mährchen herauszu⸗ rücken, und ich wandte mich zu dem Indianer und dem Neger, die ich Beide als durch und durch ehrlich und rechtlich kannte, nach der Art und den Begriffen der Indianer und der Neger, um Beiden auch ein freundliches Wort zu ſagen.

Susqueſus war in ſeiner ruhigen Stimmung und hatte ſich eine Pfeife angezündet, die er gemächlich und kaltblütig rauchte. Kein Menſch, der ihn ſo geſehen, wäre auf den Gedanken ge⸗ kommen, daß er vor ſo ganz kurzer Zeit Theil genommen an einer Scene wie diejenige, die er mitgemacht hatte; ſondern viel eher, er ſei ein nachdenklicher Philoſoph, der ſeine Zeit mit Betrachtungen und Studien hinzubringen pflege.

Da dieß eine der Gelegenheiten war, bei welcher der Onondago dem Geſtändniß ſeiner Schuld am Tode des Squatters am nächſten kam, will ich die wenigen Worte erzählen, welche zwiſchen uns ge⸗ wechſelt wurden.

Guten Abend, Sureflint, begann ich und ſtreckte eine Hand aus, die der Andere, gemäß unſern Gebräuchen, höflich er⸗ griff;es freut mich, Euch in Freiheit zu ſehen, und nicht mehr als Gefangenen in jenem Vorrathshaus.

Vorrathshaus ärmliches Gefängniß. Jaap die Riegel zer⸗ brochen wie Pfeifenrohr. Mich wundern, Tauſendacres daran nicht denken.

Tauſendacres hat dieſen Abend an zu viel zu denken gehabt, als daß ihm eine ſolche Kleinigkeit beifallen konnte. Jetzt hat er an ſein Ende zu denken.

Der Onondago klopfte die überflüſſige Aſche aus ſeinem Pfei⸗ fenkopf, als ich dieß ſagte, und er vollendete mit gutem Bedacht dieß Geſchäft, ehe er antwortete.

Gewiß, ſagte er;glauben, er dießmal getödtet.

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