eiten⸗ nd es
dem r ge⸗
ungen
ſtigen Floſen heims unkeit
497
des Weibes, und welche ich bei meinem Hin⸗ und Hergehen deutlich ſehen konnte. So treulich in dieſen Augenblicken meine Gedanken und Gefühle ſich meiner Geliebten zuwandten, bemerkte ich doch wohl, daß die jungen Männer jedesmal, ſo oft ich mich ihnen näherte, in ihrem Geſpräche mit einander innehielten, und ebenſo es wieder ſo⸗ gleich fortſetzten, wenn ich an ihnen vorüber war. Dieß veranlaßte mich, meinen Gang allmählig etwas weiter auszudehnen, indem ich nach beiden Seiten hin etwas weiter ging, ſo daß ich etwa hundert Fuß weit von der Gruppe, die ich als Mittelpunkt nahm, in beiden Richtungen mich entfernte. Weiter mich zu entfernen wäre unklug geweſen, da es hätte als eine Vorbereitung zu einem Fluchtverſuch und mithin zu einem Wortbruch erſcheinen können.
In dieſer Weiſe mochte ich etwa acht oder zehn Gänge hin und her in eben ſo vielen Minuten gemacht haben, als ich, am einen Endpunkte meiner kurzen Promenaden angekommen, einen leiſen, ziſchenden Ton in meiner Nähe vernahm. Ein Baumſtum⸗ pen ſtand hier, und der Laut ſchien von der Wurzel dieſes Stum⸗ pens her zu kommen. Zuerſt bildete ich mir ein, ich ſei auf das Gebiet einer Schlange gerathen;z obwohl Thiere der Art, welche einen ſolchen drohenden Ton von ſich geben konnten, ſchon damals ſehr ſelten bei uns waren. Aber ich wurde bald aus meiner Unge⸗ wißheit geriſſen.
„Warum Ihr nicht ſtehen bleiben am Stumpen?“ ſagte Sus⸗ queſus mit ſo leiſer Stimme, daß man ihn nicht auf zehn Schritte hören konnte, aber doch vollkommen deutlich und nicht flüſternd, „Euch Etwas zu ſagen haben— freudig zu hören.“
„Wartet, bis ich noch ein paar Gänge machen kann; ich will im Augenblick zurück kommen,“ war meine vorſichtige Antwort.
Dann ſetzte ich meinen Spaziergang fort, ſtellte mich an einen Stumpen, der am andern Ende meiner Promenade ſtand, und blieb dort eine oder zwei Minuten angelehnt, worauf ich umkehrte und wieder wie zuvor an den jungen Männern vorbei ſchritt. Dieß
Der Kettenträger. 32


