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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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wiederholte ich dreimal, und nach jedem Gang blieb ich ſtehen, wie wenn ich ausruhte oder nachſänne; und jedes Mal blieb ich länger ſo ſtehen, als das vorige Mal. Endlich blieb ich auch an dem Stumpen ſtehen, welcher den Indianer verſteckte.

Wie ſeid Ihr hieher gekommen, Susqueſus? fragte ich; und ſeid Ihr bewaffnet?

Ja, gute Büchſe haben. Kettenträgers Büchſe. Er ſie nicht mehr nöthig haben, he?

So wißt Ihr, was vorgefallen iſt? Kettenträger iſt tödtlich verwundet.

Das ſchlimm! müſſen Skalpe nehmen für das! Alter Freund guter Freund. Immer tödten den Mörder.

Ich wünſche, daß Nichts der Art verſucht werde; aber wie ſeid Ihr hieher gekommen? und wie kamet Ihr zu der Waffe?

Jaap es gethan gekommen und Thüre aufgebrochen. Neger ſtark thun was er Luſt haben. Büchſe gebracht ge⸗ ſagt, ſie zu nehmen. Wünſchen er bälder gekommen ſein dann Kettenträger nicht getödtet. Wir ſehen!

Ich hielt es für der Klugheit gemäß, mich wieder zu ent⸗ fernen, nachdem dieß geſprochen war, und ich machte wieder ein paar Gänge, ehe ich zum zweiten Mal Halt zu machen gera⸗ then fand. Aber die Wahrheit war mir jetzt ſchon deutlich ge⸗ worden. Jaap war aus dem Wald auf die Lichtung gekommen, hatte das wohlverwahrte Gefängniß des Onondago erbrochen, hatte ihm Waffen gegeben, und ſie waren Beide im Dunkel ausgezogen, um die Gebäude herumſtreifend, und den Augen⸗ blick, um einen Schlag zu führen, oder die Gelegenheit, mit mir zu ſprechen, abwartend. Wie ſie den Umſtand erfahren, daß Kettenträger erſchoſſen worden, dieß blieb meinen Vermuthungen zu errathen überlaſſen, obwohl Susqueſus den Knall der Büchſe mußte gehört haben, und ein Indianer, ganz frei ſich ſelbſt über⸗ laſſen, in einer Nacht wie dieſe, konnte ſich leicht Gewißheit ver⸗