Druckschrift 
Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ver⸗

inein htete leren bei lhaft

allen

199

eigenen Händen beſchickt. Als ſie uns einlud, an demſelben Platz zu nehmen, zu jener Zeit rückte Jedermann nahe hin an den Theetiſch, außer wenn die Geſellſchaft zu zahlreich war, um be⸗ quem daran Platz zu finden war ich überraſcht, als ich Alles ſo vollkommen ſauber und zierlich, und Manches recht ſchön und reich fand. Die Teller, Meſſer u. ſ. w. waren von guter Beſchaf⸗ fenheit, aber auf dem Theebrett befand ſich ſogar eine Garnitur altmodiſchen Silbers, wie man es zu der Zeit hatte, wo der Thee zuerſt in Gebrauch kam, nicht ſehr ſchwer, aber höchſt zierlich ge⸗ arbeitet. Die Handhaben der Löffel ſtellten die Stengel der Thee⸗ pflanze dar, und auf jedem war ein Helmzeichen; während den verſchiedenen Stücken des eigentlichen Service's, vier im Ganzen, ein vollſtändiges Wappen eingegraben war. Ich betrachtete das Helmzeichen, in der unbeſtimmten aber überraſchten Erwartung, das meinige zu finden. Es war mir ganz neu. Dann nahm ich den Rahmkrug zur Hand, konnte mich aber auf kein Wappen be⸗ ſinnen, welches dem darauf eingravirten glich.

Es überraſchte mich, dieß Silber hier zu finden, bemerkte ich;denn obgleich mein Großvater viel Silbergeſchirr beſaß, für einen Mann von ſeinen Mitteln, hätte ich doch nicht geglaubt, er hätte deſſen ſo viel gehabt, um damit ſo verſchwenderiſch umgehen zu können und es hier zu laſſen. Dieß iſt zudem Familienſilber; aber dieß Wappen iſt weder das der Familie Mordaunt, noch der Littlepage's. Darf ich fragen, weſſen Wappen es iſt?

Der Malbone's, antwortete der Kettenträger.Die Sachen ſind das Eigenthum von Dus.

Und Ihr könnt hinzuſetzen, Oheim Kettenträger, ſie ſind all' ihr Eigenthum, fügte das Mädchen raſch hinzu.

Ich fühle mich ſehr geehrt, daß mir geſtattet wird, mich deſ⸗ ſelben zu bedienen, Miß Ürſula, bemerkte ich;denn es iſt eine ſehr hübſche Garnitur.

Die Nothwendigkeit, nicht Eitelkeit gab die Veranlaſſung, ſie