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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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Freundes Zunge Spuren hinterlaſſen. Aber, Ihr meinen, große Geiſt ſagen, wer ſoll haben Land, wer nicht?

Der große Geiſt hat den Menſchen geſchaffen wie er iſt, und die Erde wie ſie iſt; und er hat gewollt, daß Jener der Herr von dieſer ſei. Wenn es nicht ſein Wille wäre, daß der Menſch thue, was er gethan hat, ſo wäre es nicht geſchehen. Verſchiedene Ge⸗ ſetze und verſchiedene Denkweiſen mußten dann auch zu verſchiede⸗ nen Erfolgen führen. Wenn das Geſetz in Beziehung auf die Rechte alle Menſchen gleichſtellt, ſo leiſtet es, was von ihm er⸗ wartet werden kann. Dieſe Gleichſtellung nun beſteht nicht darin, daß man zu wiederkehrenden Zeiten Alles in Stücke reiße, ſondern in der Achtung gewiſſer großer Grundſätze, die an ſich gerecht ſind, aber denen man, wenn ſie einmal aufgeſtellt und in Bewegung geſetzt ſind, ihren Gang und Lauf laſſen muß. Wenn die Rechte des Eigenthums zuerſt aufgeſtellt werden, müſſen ſie billig und ehr⸗ lich feſtgeſtellt werden, nach einer allgemein anerkannten Regel; ſo⸗ dann aber müſſen ſie unverletzlich bleiben das heißt: heilig ſein.

Verſtehen nicht umſonſt auf einer Lichtung leben. Das die Meinung; keinen Kopf haben ohne Hof und Gut zu haben.

Das iſt im Weſentlichen der Sinn, Sureflint; obgleich ich es ein wenig anders würde ausgedrückt haben. Ich will das ſagen: die Bleichgeſichter würden ſein wie die rothen Männer ohne Ge⸗ ſittung; und ſie würden keine Geſittung haben, ohne das Recht auf ihren Grund und Boden. Niemand wird für einen Andern ſo arbeiten, wie für ſich ſelbſt. Wir ſehen das am einfachſten jeden Tag, wenn wir beobachten, daß der Wunſch, guten Lohn zu be⸗ kommen, den gemeinen Arbeiter nicht dazu bringt, tagweiſe ſo viel zu arbeiten, als er im Akkord auf eigene Rechnung arbeitet.

Das wahr! verſetzte der Indianer lächelnd; denn er lachte ſelten, und er wiederholte eine im Lande übliche Redeweiſe!Tag⸗ weiſe, tagweiſe, langſam, akkordweiſe, ſchnell, ſchnell, ſchnell. Das Religion des Bleichgeſichts, junger Häuptling!