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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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ihr müßt einen großen Unterſchied ſehen zwiſchen eurem Volk und dem meinigen, zwiſchen dem rothen und dem weißen Mann?

Ganz gewiß, verſchieden ſein; der Eine ſtark, der Andere ſchwach der Eine reich, der Andere arm der Eine groß, der Andere klein der Eine wegtreiben, der Andere gehen müſſen der Eine Alles haben, der Andere Nichts behalten der Eine marſchiren in großen Armeen, der Andere in indianiſchen Reihen, fünfzig Krieger vielleicht, das der Grund, ſo denke ich.

Und warum können die Bleichgeſichter in großen Heeren mar⸗ ſchiren, mit Kanonen und Pferden und Bajonetten, und warum thut der rothe Mann nicht daſſelbe?

Weil er das Alles nicht bekommen nicht bekommen Krieger nicht bekommen Gewehre nicht bekommen Bajonett Nichts bekommen er.

Ihr gebt die Wirkung an ſtatt der Urſache, Sureflint, oder die Folgen des Grundes ſtatt des Grundes ſelbſt. Ich hoffe, ich mache mich Euch verſtändlich. Hört mich an, ich will es Euch er⸗ klären. Ihr habt viel mit den weißen Männern gelebt, Susqueſus, und könnt deßhalb wohl glauben, was ich ſage. Es gibt Gute und gibt Schlimme unter allen Völkern. Die Farbe macht in dieſer Hinſicht keinen Unterſchied. Dennoch ſind nicht alle Völker gleich. Der weiße Mann iſt ſtärker als der rothe Mann, und hat dieſem ſein Land genommen, weil er mehr weiß und verſteht.

Er auch am meiſten. Zählt Armee, dann zählt Kriegsfähr⸗ ten. Ihr ſehen!

Es iſt wahr, die Bleichgeſichter ſind jetzt die zahlreicheren; aber vor Zeiten waren ſie es nicht. Erzählen nicht Eure über⸗ lieferten Sagen, wie wenige die Yengeeſe waren, als ſie zuerſt über den Salzſee kamen?

Gekommen in großen Canoe's zwei, drei voll, nicht mehr.

Nun, und wodurch wurden zwei oder drei Schiffe voll weißer Männer ſo ſtark, daß ſie alle rothen Krieger von der See zurück⸗