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„Der Wald voll. So viele als Tauben. Wie Ihr verkaufen Land?“
„Das hängt davon ab, wo es iſt und von welcher Güte. Wünſcht Ihr zu kaufen, Trackleß?“
„Indianer beſitzen jetzt Land ſo viel er braucht. Ich machen Wigwam, wo es mir gefällt, ihn auch machen, wann mir gefällt.“
„Ich weiß recht gut, daß Ihr Indianer dieß Recht anſprecht; und ſo lange das Land in ſeinem gegenwärtigen wilden Zuſtand bleibt, wird Niemand im Stande ſein, es Euch ſtreitig zu machen. Aber Ihr könnt nicht pflanzen und einheimſen, wie die Meiſten Eures Volkes in ihrem eigenen Lande thun.“
„Haben keine Squaw— haben keine Pappooſe— wenig Korn genug für Susqueſus. Haben nicht Stamm,— nicht Squaw— nicht Pappooſe.“
„Ihr habt Freunde, Susqueſus,“ antwortete ich,„wenn Ihr auch nicht Weib und Kinder habt.“
„Vater guter Freund; hoffen ſein Sohn auch Freund. Groß⸗ vater großer Freund, ehemals; aber der gegangen weit weg und nicht wieder kommen. Kenne Mutter, kenne Vater— Alle gut.“
„Nehmt welches und ſo viel Land Ihr wollt, Trackleß— bauet es an, verkauft es— thut damit, was Ihr wollt.“
Der Indianer ſchaute mich ſcharf an, und ich bemerkte, daß ein leiſes Lächeln des Wohlgefallens über ſein wettergebräuntes Geſicht flog. Er war jedoch nicht leicht dahin zu bringen, daß er ſeiner gewohnten Gleichmüthigkeit und der Beherrſchung aller ſeiner Gemüthsbewegungen vergaß; und dieſer ſein Geſicht er⸗ leuchtende Strahl verſchwand wieder wie ein Sonnenſtrahl mitten im Winter. Der ernſteſte, ſtrengſte Weiße hätte doch vielleicht meine Hand gefaßt und durch irgend ein Zeichen ſeine Dankbar⸗ keit verrathen; aber nachdem die leiſe Spur von innerer Bewe⸗ gung, deren ich erwähnt habe, verſchwunden war, blieb in dem dunkeln Geſichte meines Begleiters nichts zurück, was im Minde⸗


