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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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alte Mann lieber ungegeſſen bliebe, als daß er einen Kartoffel⸗ haufen hackte.

Andries hatte drei Sklaven, ſo lang er bei uns war; einen Mann, ein Weib und ihre Tochter, verſetzte mein Vater.Er wolle ſie unter keinen Umſtänden verkaufen, ſagte er; und ich habe erfahren, daß er wirklich Noth litt aus Mangel an Geld, da er zu ſtolz war, von ſeinen Freunden Etwas anzunehmen, und zu men⸗ ſchenfreundlich, ſich von Familienſklaven zu trennen, um es aufzu⸗ bringen. ‚Sie ſind geborene Coejemans, ſagte er, ‚ſo wie ich ſelbſt einer bin, und ſie ſollen auch als Coejemans ſterben. Ohne Zwei⸗ fel hat er dieſe Leute bei ſich in Mooſeridge, wo Ihr ſie Alle ge⸗ lagert finden werdet, in der Nähe einer kleinen Quelle Gartenge⸗ müſe und anderes Zeug der Art ziehend, wenn er offenes Land genug finden kann zu dieſem Behufe. Er hat Erlaubniß, nach Gutdünken auszuhauen und zu pflanzen.

Das iſt mir eine angenehme Nachricht, General, erwiederte ich,da ich mir hienach eine Art von Heimweſen verſprechen darf. Wenn der Kettenträger wirklich dieſe Schwarzen bei ſich hat, und mit Verſtand eine Hütte angelegt hat, ſo werden wir es gewiß ſo behaglich haben, als wir es oft im Lager mit einander gehabt ha⸗ ben. Dann werde ich meine Flöte mit mir nehmen, denn Miß Pris⸗ cilla Bayard hat in mir die Erwartung erweckt, ein ganz wunder⸗ bares Geſchöpf zu finden an Dus, der Nichte, von welcher der alte Andries viel zu ſchwatzen pflegte. Ihr erinnert Euch gewiß, Sir, den Kettenträger von einer ſolchen Perſon ſprechen gehört zu haben,

denn es war ſeine Liebhaberei, von ihr zu ſchwatzen.

Ganz vollkommen gut; Dus Malbone war zu einer gewiſſen Zeit eine Art von Toaſt unter den jungen Männern des Regiments, obgleich Keiner von Allen ihrer je, auf geraden oder krummen Wegen, anſichtig zu werden im Stande war.

Wie ich mich in dieſem Augenblick zufällig umkehrte, ſah ich, daß meiner lieben Mutter Auge neugierig und fragend auf mir

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